Supervision bietet einen strukturierten und geschützten Rahmen, um berufliches Handeln in komplexen Situationen zu reflektieren. Reflexion, Mehrperspektivität und die daraus gewonnenen Handlungsmöglichkeiten bieten oft Entlastung und Raum für Lernen. Kommunikations- und Kooperationsprozesse von Mitarbeiter*innen werden hinsichtlich der Beziehungsgestaltung und der Arbeitsprozessgestaltung in einem strukturellen Verhältnis von Organisation/Institution, Person und Klient*in gedacht. Mit Hilfe von verschiedenen Methoden eröffnen sich Sinnzusammenhänge auf unterschiedlichen Ebenen und werden damit ergründbar. In den Korrespondenzprozessen zwischen einzelnen Personen können Potentiale, Ressourcen und Kompetenzen entdeckt, gestärkt und gefördert werden. Dabei geht es um die Bewusstmachung, Entwicklung, Pflege, den effizient und human gestalteten Einsatz, sowie die Umsetzung in Performance. Supervision als Gesamtprozess, soll die beruflichen Handlungsmöglichkeiten erweitern und  Beiträge in der Qualitätssicherung und -entwicklung von Organisationen leisten. 

Eine zentrale Fragestellung im integrativen Ansatz lautet:

 ,,Was sind die Ursachen hinter den Ursachen? Was sind die Folgen hinter den Folgen.''                Univ.-Prof. Dr. mult. Hilarion G. Petzold

Supervision bietet Unterstützung in Reflexions- und Entscheidungsprozessen, in (heraus)fordernden beruflichen Situationen und Konflikten. Sie unterstützt die Differenzierung von Person, Funktion, Rolle und Position. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse wirken entlastend, helfen zudem bei der Gestaltung von Veränderungsprozessen, beim Finden innovativer Lösungen und können präventiv gegen Mobbing und Burnout wirksam werden.


Teamsupervision

Supervision in Teams unterstützt eine Gruppe von Menschen, die gemeinsam ein Arbeitsziel verfolgen. Teams sind besonders geeignet, hoch komplexe Aufgaben auszuführen. Viele Aufgaben sind nur in Abhängigkeit der Teammitglieder von einander erfüllbar. Dabei werden - durch die Prozessbegleitung des Supervisors - Handlungs- und  Wirkungsbereiche auf verschiedenen Ebenen sowie aus unterschiedlichen Perspektiven reflektiert, um Handlungsfähigkeit zu stärken, zu fördern und das Team agogisch, professionell in dessen Selbstwirksamkeitswachstum zu begleiten. Teamsupervision fokussiert Teambeziehungen, Kommunikationsbarrieren, Teamrollen, Macht und Einfluss, Konkurrenz, die Atmosphäre im Team und die Beziehungen und Wechselwirkungen zwischen der Organisation, dem Team und dem Klientel.


Gruppensupervision

Unter Gruppensupervision versteht man einen Supervisionsprozess einer Gruppe von Menschen, die kein direktes, gemeinsames Arbeitsziel verfolgen. Die Korrespondenz- und Resonanzphänomene zwischen den teilnehmenden Personen schaffen Mehrperspektivität und Emergenz [1]. Daraus lassen sich neue/ andere Handlungsmöglichkeiten für Teilnehmer*innen der Gruppe gewinnen. Meine feldspezifischen Schwerpunkte liegen in den Bereichen der Kinder- und Jugendwohlfahrt, der mobilen Dienste, der Sozialpädagogik, im Berufsfeld von Trainer*innen, sowie von Berufseinsteiger*innen der Sozial- und Gesundheitsberufe. Sollten Sie Interesse an Gruppensupervision haben, kontaktieren Sie mich bitte einfach telefonisch oder auch per E-Mail. Sobald ein passender Rahmen für teilnehmende Supervisand*innen gefunden ist, können die Arbeitsgruppen starten.


Format - Supervisionsgruppen:

Termine im 4 Wochenzyklus, zu jeweils 2 - 4 Einheiten a' 60 Minuten. Preis: 25 Euro pro Einheit

Termine: Dienstag (ganztags), Mittwoch (nachmittags u. abends)

Beginn: ab einer Mindestteilnehmer*innen - Anzahl von 4 Personen max. 10 Personen pro Gruppe


Einzelsupervision

Einzelsupervision oder Coaching? Was ist der Unterschied? Eine Frage der praxeologischen Interpretation, zumindest meiner Meinung nach. Denn eine trennscharfe Differenzierung gibt es in der Praxis und Theorie nicht. Doch was charakterisiert mein Verständnis?

In der Einzelsupervision sehe ich den Schwerpunkt meiner Arbeit, in der Begleitung eines Reflexionsprozesses hinsichtlich des beruflichen Handelns einer Person. Wenn der Schwerpunkt Ihres Anliegens demnach in der Reflexion Ihrer beruflichen Funktion, Rolle und Position liegt, dann wäre Supervision das Format, welches ich Ihnen empfehlen würde. Möchten Sie als Einzelperson jedoch den Schwerpunkt darauf legen, ein bestimmtes Ziel effizient zu definieren, Strategien zur Erreichung dieser Ziele auszuarbeiten und/oder hätten gerne eine etwas direktivere Arbeitsweise, dann würde ich Ihnen Coaching empfehlen.

 [1] In Korrespondenzprozessen können Lösungen, Strategien, Perspektiven, Kompetenzen etc. verfügbar werden, die nicht auf die einzelnen Personen (Elemente eines Systems) zurückzuführen sind. Emergierendes ist also nicht nur die reine Aufsummierung der Einzeleigenschaften der Personen (Systeme) und deren Beziehung.